23000km
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… fasst die letzten und die kommenden Wochen hier in Wellington wohl ganz gut zusammen. Gefuehlt jede Woche muss eine 10-seitige Hausarbeit her. Wenigstens einigermassen interessante Themen:
Integration of Turks in Germany from a Psychological Perspective
Generation of Scenarios for an Intercultural Sensitizer
… trotzdem. Samstags und Sonntags teilweise bis 22:30 in der Uni sitzen: unschoen! Da die Noten hier sehr wahrscheinlich in meine Diplomsnote eingehen und die gute alte Prokrastination ihre Dienste leistet, bleibt mir auch nicht viel anderes uebrig.
Zur Abwechslung kam heute dann ein Tsunami nach Neuseeland, wenn auch unter 1m hoch. Weniger lustig ist dabei, dass das verursachende Erdbeben auf Samoa Unheil angerichtet hat, und zwar so ziemlich genau da wo wir unseren Urlaub verbracht haben.
Ansonsten liegt ein soziales Experiment hinter mir: fast 1 Monat ohne Handy. Der einzige Grund warum das nicht langweilig wurde: geniales Wohnheim, good old Waiteata. Einfach raus aus der Tuer und rein in eine benachbarte WG, ueberall korrekte und interessante Leute mit denen man von Pro-Evolution Soccer ueber Pokern (Donnerstags ist Pokernacht) bis zu Schach spielen alles anfangen kann. Am liebsten wuerd ich drei oder vier ganze WGs nach Deutschland schmuggeln.
Gerade kommt ne Kommilitonin zur Tuer rein mit ner Ladung Fish & Chips fuer alle, traurig, Mahlzeiten im Computterraum der Uni…
Mein neuer Freund (der Bass)
Ja, die Faszination für den Bass wurde endlich in Taten umgesetzt. Ein Bass + Verstärker leisten mir jetzt Gesellschaft in meinem Zimmer (Fotos). Zwischen permanentem Gekratze und Geschnurre müssen meine Mitbewohner jetzt u.a. diese Basslines ertragen:
Groundation – Picture on the Wall
Queen – Another One Bites the Dust
White Stripes – Seven Nation Army (natürlich)
Kings of Leon – Slow Night So Long (bin zu noch zu stümperhaft, wird aber langsam)
Metropolis
Bequem auf dem Rückweg von Samoa sind ein paar Tage Metropole durchaus angebracht.
Auckland: schicker, hektischer, asiatischer als Wellington. Überall Meer, die Häuser nehmen auch keine Ende. Aufällig: der gute alte Indie-Schlumpfmützen-Style ist nicht omnipresent:

Die Natur rund herum um Auckland ist ebenso genial wie das restliche Neuseeland, dass bisher zu sehen war: kleine und große Vulkaninseln, zerklüftete Küste, grünes Meer.
Mit Lorenzo unterwegs gehts segeln (siehe Fotos) auf einem Segler der 1996 am America’s Cup teilgenommen hat. Wir treffen lustige Leute unter komischen Umständen (einfach auf der Straße), unter anderem ein Japaner der mit uns Essen geht und von seinen 600,000$ Schulden erzählt. Und ein Australier, der in Südmerika arbeitet und sich auf die chilenischen Frauen freut.
Abends landen wir dann doch in der Bar des Hostels, naja, es gibt immerhin jeden Abend was umsonst, dazu Poker- und Billiardturniere und das hier:
Lebedinge Langusten im Spielautomaten?
Fa’afetai Samoa
Mid-Term Break – das halbe Semester ist schon rum und, natürlich, erstmal raus aus Neuseeland. Hab die Nase aber auch gestrichen voll… Also: ab nach Samoa!
8 Nächte in einer Hütte aus Palmenblättern 5m vom Meer entfernt. Unterwegs sind: Silke, Johanna, Alex, Juliana (D), Tsang-Tsang (C), Fabien (F), Lorenzo (I), Elizsa (PL) + Ich. Auf dem Hinflug stoßen im Duty Free noch ein paar weitere Begleiter hinzu: Jack , Jose, Salvatore, Vladimir & Louis (Whiskey, Tequila, Sambuca, Vodka & Ricard) schließlich gibts auf Samoa außerhalb der Hauptstadt keine Supermärkte und zwei Geburtstage sollen gebührlich zelebriert werden.
Der Kundenservice in unserem Resort ist besonders: eigentlich jeden Abend feiern wir mit den Jungs aus der Familie denen das Resort gehört und ihren Freunden (alle arbeiten im Resort in drei Jobs: Sänger, Feuertänzer nud Kellner) . 3-4 Gitarren, 3-4 Sänger, Samoanischer Rap, große Lagerfeuer am Strand. Das ganze gewürzt von mehr oder minder stümperhaften musikalischen Vorstößen unsererseits (entsprechend auf Deutsch, Italienisch, Polnisch und Schwedisch). Das Feiern im Wasser auf einem Korallenriff hat Nachteile, denn am nächsten Morgen schmerzen die Füße und der Kopf, aber das wird gerne in Kauf genommen.
Eisklettern auf’m Vulkan
neue Fotos vom letzten Wochenende auf Mt Ruapehu, dem höchsten Berg der Nordinsel und gleichzeitig aktivstem Vulkan Neuseelands:
Freitag:
5h Autofahrt, Übernachtung bei eisig kalten -6° im Zelt am Fuße des Berges.
Samstag:
hochgewandert, Schneehöhle gebuddelt, leider hat das alles zu lange gedauert, so dass letztendlich doch nur 4 Leute in der Schneehöhle übernachten konnten. Stattdessen haben wir in einer verlassenen Hütte übernachtet, in der die Polstermatten (?) für die Liftpfosten gelagert werden. (das ganze war am Rande eines Skigebiets) Auf denen sind wir nachts die Piste runter gesaust und als Schlafunterlage war das optimal.
Sonntag:
Eisklettern und Bergsteigen geübt, knackig warm. Hab den Berg natürlich nicht ohne Sonnenbrand verlassen können.
Im Elfenbeinturm ist es gemuetlich…
… denn nicht alle duerfen hinein!
Die Terminologie ist Tuersteher, der wird gebraucht, nicht einfach jeder darf die tolle Aussicht geniessen, jedenfalls nicht ohne das richtige glaenzende akademische Schuhwerk. Drinnen knistert ein wohlig warmes Kaminfeuer, ab und zu wirft jemand ein trockenes Stueck Expertise hinein, damit es schoen warm bleibt… Manchmal, aber immer seltener, ruft jemand der vom Tuersteher nicht hineingelassen wurde von tief unten am Eingang eine Frage herauf, in etwa: warum sind wir Menschen so unglaublich gepraegt von unseren Vorurteilen? … Den Rest des Beitrags lesen »
Episoden
Weil hier so viel passiert, druecke ich mich davor zu schreiben, weil ich jetzt schon hinterherhinke und es irgendwie nicht weniger wird. Die perfekte Loesung: Episoden im leichter verdaulichen Kurzformat…
Weihnachten im Juli
Der Tramping Club laedt zum alljaehrlichen Mid-Winter Christmas ein. Weil Weihnachten im Sommer komisch ist, feiert der Tramping Club einfach im Winter. (Naja, was die Kiwis halt Winter nennen. Es war hier in den letzten Wochen selten unter 10 Grad) Dafuer sind wir 4h bergauf in einen Nationalpark gewandert, auf einer Huette gabs eine kleine Art Party, am naechsten Tag wieder runter gewandert. Was fuer die Kiwis eine relativ normale Wanderung ist war fuer mich atemberaubend schoen. Die Fotossprechen fuer sich, auch wenn sie dem ganzen einfach nicht gerecht werden.
Not just Europe?
Die Uni läuft seit 2 Wochen, das ganze im Rahmen von drei Kursen:
Applied Cross-Cultural Psychology
Taciano Milfont, Kursleiter und Vorzeige-Brasilianer, sagt immer Psychologsch statt Psychology. Themen sind absolut passend: z.B. Akkulturation (welche Auswirkungen hat es, in einer anderen Kultur zu leben, also die Frage danach, wieso es mich stresst, dass ich hoffnungsloserweise immer versuche auf der rechten Seite an Leuten vorbei zu gehen, was meistens in beinahe-Zusammenstößen endet) coole Sache: einige Termine übernimmt Colleen Ward, eine der weltweit renommiertesten Forscherinnen in der interkulturellen Psychologie, trotz ihrer gefühlten 1,40m Körpergröße. Den Rest des Beitrags lesen »
Kiwi Beer
Tag 0 – “I don’t feel good at all”.
Ankunft mittags in NZ. Bequemerweise sitzt im Flieger Lorenzo neben mir, natürlich Italiener und er wohnt im gleichen Wohnheim. Sein Englisch klingt nach einer Mischung aus Borat und Trappatoni.
Wir unterhalten uns über Fussball und Frauen (unsere Freundinnen natürlich, ich darf doch bitten), nicht das letzte Mal, wie sich herausstellen sollte. Am Flughafen werden wir abgeholt und zum Wohnheim gebracht. Die ersten Kiwis (Neuseeländer) - wirken wie erhofft: entspannt, freundlich und humorvoll. Den Rest des Beitrags lesen »




